Aktuell besitze ich drei Kameras:
1. Die vielseitigste unter allen: Die Fujifilm X-Pro2 (Samyang 12mm/2.0 für Landschaften, 35mm/1.4 als Standard-Brennweite, 90mm/2.0 für Portraits):

Vor ein paar Jahren wurde ich durch einen Kumpel auf die Fuji X-Serie aufmerksam gemacht. Ich war sofort begeistert. Eine digitale Kamera, die aussieht wie meine alte Nikon FE! Klasse!
Damals fotografierte ich noch mit einer Nikon D700 und einer D3. Beides gute Kameras. Aber moderne DSLRs sind fast schon kleine Computer. So viele Tasten, endlose Menüs und einfach nur gross und sauschwer. Ich habe schon ein paar Hochzeiten fotografiert und kam mir abends vor, als wäre ich im Training gewesen. 
Die Fujis sind da ganz anders: klein, leicht, unscheinbar. Schon häufig wurde ich gefragt, auf welchem Dachboden ich denn diese Kameras ausgegraben hätte. =)
Qualitativ überraschen die Fujis ungeheuer. Die Bildqualität ist erstklassig und steht derjenigen der Vollformat SLRs in nichts nach. Da kann man den ISO-Wert ruhigen Gewissens auf AUTO bis 6400 stellen und muss sich nicht darum kümmern. Sollte es dann doch mal eng werden mit dem Licht, dann geht's auch noch höher - ohne Probleme, respektive mit wenig Qualitätsverlust. Wozu dann noch eine DSLR? Keine Ahnung, warum man sich das antut..
Auch die verschiedenen Filmsimulationen gefallen mir sehr gut. Aber das "Killer-Kriterium", das mich schlussendlich ja überzeugt hatte, als mein Kumpel mir seine X zeigte, ist die altbekannte Bedienung. Blende am Objektiv, Verschlusszeit oben auf der Kamera und los gehts.. 
Was bei schwierigen Lichtbedingungen (starke Kontraste, Gegenlicht) auch von Vorteil sein kann, ist der EVF. Ich sehe im Sucher exakt das, was danach auch auf der SD-Karte gespeichert wird. Ich sehe nicht wie bei einer DSLR durch das Objektiv, sondern habe im Sucher einen kleinen Bildschirm. Jede Veränderung der Einstellungen (wie Blende, Verschlusszeit, Film-Simulation etc.) wirkt sich unmittelbar auf den EVF aus.


2. Die wahrhafteste: Die Leica M9 (35mm Summarit-M 2.4 für unterwegs, 50mm Nokton 1.5 für Portraits und als Standardbrennweite)

Definitiv eine Kamera, die dem Fotografen was abverlangt - die M9. Ich erinnere mich noch gut, dass ich 2009 Fotos gesehen hatte von einem Fotografen, die mich tief beeindruckt hatten. Ich las, dass dieser mit einer M9 fotografiere. Sofort machte ich mich auf die Suche nach Infos zu dieser Kamera. Ein Blick und ich wusste: Die muss ich haben! Dieses Design und diese Resultate! Aber dann der Blick auf den Preis: knapp 8000 CHF!?! Wie bitte?!!!? Ich las weiter.. Vollformat.. manueller Fokus.. nur manueller Fokus.. was? Kein Autofokus? In 2009?!? Und dann 8000 CHF? Hab ich was verpasst?
Heute, sieben Jahre später, verstehe ich den Sinn dieser Kamera. In einer Zeit, in der immer alles schneller geht und der Lebenszyklus auch von Kameras ungeheuer kurz ist, darf man ruhig mal etwas entschleunigen. Das geht nie schöner und besser als mit einer Leica in der Hand. 
Es ist definitiv nicht die beste meiner Kameras. Aber trotzdem meine liebste. Ich muss mir etwas überlegen, bevor ich ein Foto mache. Ich kann nicht einfach losziehen und nur auf den Auslöser drücken. Das ist die ersten Tage über gewöhnungsbedürftig. Schnell einmal passiert es zu Beginn, dass man beispielsweise den ISO-Wert aus Versehen auf 800 lässt und man ist draussen bei gleissendem Sonnenschein unterwegs.. dann wundert man sich, warum selbst bei Blende 11 noch die Verschlusszeit "4000" im Sucher aufblinkt.. 
Bei der Kamera gefällt mir am meisten, dass es keine Ablenkung gibt. Ich stelle Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert ein und dann kann ich mich voll und ganz auf die Umgebung konzentrieren. Es gibt nicht verschiedene Filmsimulationen, AF-Modi etc. Es ist pure, ehrliche Fotografie. Die Fuji kann das sehr ähnlich, aber nicht genau gleich. Da gibt's viel mehr Knöpfe und Rädchen, die dann im Weg sind.


3. Die altbewährte: Nikon FE (50mm 1.4)

Mit dieser Kamera hat alles begonnen, mit ihr habe ich das Handwerk erlernt. Meine Mutter vermachte mir die Kamera vor ein paar Jahren, weil sie bei ihr nur noch im Schrank herumlag. Ich habe mir sofort einen Film besorgt und losgelegt. Mittlerweile steht die Kamera als Deko auf der Wohnwand und kommt alle paar Monate einmal zum Zug. Ich mache bei passenden Gelegenheiten immer wieder mal ein Foto, so dass der Film nach ein paar Jahren voll ist und mir schöne Momente und Erlebnisse in Erinnerung ruft.