Fotografie ist für mich "nur" ein Hobby. Ich habe auch schon auf Auftrag gearbeitet, dann aber feststellen müssen, dass es für Geld nicht gleich viel Spass macht. Ich fotografiere, um aus dem Alltag zu entfliehen, mich auf die Natur und die Umwelt im Allgemeinen einzulassen und all diese Eindrücke festzuhalten. Wenn man das gegen Bezahlung macht, ist eine Erwartungshaltung damit verbunden, was einen gewissen Druck erzeugt und mir persönlich dann Kreativität und Freude nimmt.
Viel lieber ziehe ich einfach los und mache das, worauf ich gerade Lust habe. Manchmal sind das spät abends Landschaftsaufnahmen mit Sternenhimmel, an anderen Tagen sind das Langzeitbelichtungen in Schwarz-Weiss an einem helllichten, aber bewölkten Tag.

Als Kind habe ich mit der analogen Spiegelreflex meiner Mutter mit dem Fotografieren begonnen. Damals habe ich in erster Linie in den Ferien und wenn mir schöne Autos über den Weg kamen Fotos gemacht. Im Gymnasium habe ich in der Dunkelkammer das Entwickeln von Fotos gelernt und so mein Wissen rund um die Belichtung von Fotos erweitert.
Während meinem Studium zur Oberstufenlehrperson habe ich im Nebenfach Journalismus belegt. Während einer Woche durfte ich da ein Modul bei Marius Born besuchen, woraufhin ich mir meine erste eigene DSLR kaufte. Danach habe ich mich stets selber weitergebildet, in dem ich Bücher las und mich übers Internet informierte und mit anderen Fotografen austauschte.
Später kam noch ein Workshop bei Pascal Heimlicher hinzu, der mittlerweile in Los Angeles lebt und arbeitet. Da habe ich vieles in Bezug auf Portrait- und Studiofotografie gelernt. Ich arbeite zwar in keinem Studio, aber kann schnell und einfach eine studioähnliche Umgebung mit mehreren Blitzgeräten aufstellen und "on Location" fotografieren.

Meine liebsten Fotomotive sind aber immer noch schöne Landschaften, Strassenszenen und Autos.
Landschaftsaufnahmen mache ich in der Regel ganz gezielt. Ich will an einem bestimmten Ort eine bestimmte Stimmung einfangen.  Ab und zu hat man auch einfach Glück und ist zur rechten Zeit am rechten Ort. 
Gleiches gilt für Strassenszenen. Man muss mit offenen Augen durch die Gegend gehen, um Spezielles zu sehen und spannend in Szene zu setzen. Das können ganz simple Dinge sein, wie zwei komplett gegensätzlich gekleidete Menschen, die sich auf der Strasse miteinander unterhalten. Oder einfach Farben, Formen, Muster etc. die in einer ungewohnten Weise neben-/miteinander auftreten.